Deutscher Gewerkschaftsbund

15.02.2017

DHBW Lörrach: IG Metall stellt Thema Industrie 4.0 vor – Wir benötigen eine offensive Mitbestimmung

„Die Arbeitswelt wandelt sich, die Industrie wandelt sich – also muss es auch eine gestärkte, offensive Mitbestimmung geben. Denn die flexible, digitalisierte Wirtschaft braucht mehr, nicht weniger Arbeitnehmer-Mitbestimmung“, laut Daniel Gamer (IG Metall BaWü) an der DHBW Lörrach.

Industrie 4.0 ist weit mehr als die Digitalisierung von Produktionsprozessen. Sie ist nur zu verstehen, wenn man die Beschäftigten in die Gestaltung ihrer Arbeits- und Lebensbedingungen aktiv einbezieht. Das Smartphone - der Computer im Kostüm eines Telefons - ist heute schon weitgehend zum Standard geworden. Die Digitalisierung von Lebenswelten ist damit schon längst vollzogen, wenn auch deren Folgen den meisten Menschen nicht klar sind. Sie nutzen schlicht die technologischen Möglichkeiten, die ihnen geboten werden. Im Vergleich dazu hinkt der Staat mit seinen Bemühungen zur Regulierung dieser neuen Lebenswelt hinterher. Das "Recht auf Vergessen" musste erst vor dem Europäischen Gerichtshof erkämpft werden. Es ist auch nur für den relevant, der erfahren musste, wie das eigene Leben von der Sichtbarkeit im Internet beherrscht werden kann.

In der Debatte über die Industrie 4.0 kann man diese Fehler vermeiden. Zwar wird die Digitalisierung zweifelsohne die Industrie verändern. Aber da sie an bestehende Strukturen anschließen muss, wenn sie gelingen soll, wird dies nicht von heute auf morgen, sondern in einem Prozess geschehen, den wir mitgestalten können und müssen. Insbesondere in den Fragen der Mitbestimmung. Dafür setzen sich die Gewerkschaften ein.


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